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Hintergrund

Der Bedarf an systematisch erhobenen Informationen über Rahmenbedingungen, Motive, Karriereperspektiven und Werdegänge von Menschen, die in der Wissenschaft tätig sind oder waren, ist groß. Verschiedene Nutzer(innen)gruppen wünschen sich dazu eine bessere Datenbasis, um evidenzbasierte Entscheidungen treffen zu können:

Für Hochschulen hat das Thema Qualitätsmanagement in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen – und dieser Trend hält weiterhin an. Für ein Monitoring zur stetigen Verbesserung bzw. Optimierung der eigenen Nachwuchsförderung braucht es eine zuverlässige Datenbasis.

Für eine gute Hochschul- und Wissenschaftspolitik ist die Förderung von Promovierenden und Promovierten ein zentraler Erfolgsfaktor. Die Ausbildung von Hochqualifizierten für den akademischen und außerakademischen Arbeitsmarkt hat eine essentielle Bedeutung für die Leistungs-, Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Deutschland. Vom wissenschaftlichen Nachwuchs werden außerdem erhebliche Beiträge zur Erfüllung der Innovations- und Entwicklungsziele Deutschlands bzw. der EU erwartet. In Deutschland ist bislang jedoch wenig darüber bekannt, welche institutionellen Rahmenbedingungen zur Qualifizierung und Förderung bzw. welche Bedingungen der Wissensproduktion besonders förderlich für die Entstehung herausragender wissenschaftlicher Publikationen oder Innovationen sind. Um das zu ändern, bedarf es einer soliden Datengrundlage.

Für die Forschung entstehen wertvolle Daten, mit denen Karriereverläufe und Werdegänge detaillierter als bisher untersucht werden können. Zahlreiche, bisher offene Forschungsfragen können damit bearbeitet werden.

Die Längsschnittstudie Nacaps hat sich zum Ziel gesetzt, diese Daten erstmals systematisch und so umfassend wie möglich zu erfassen für Hochschulen, Politik und Forschung.

Weiterführende, detaillierte Informationen über den Hintergrund und Fragestellungen sowie das Design und das Sampling-Konzept von Nacaps enthält das wissenschaftliche Konzept der Studie.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Wer finanziert die Studie?

Der Aufbau der Studie wird vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2019 aus Mitteln des BMBF finanziert. In dieser Projektphase werden hauptsächlich das Design, die Erhebungsinstrumente und Reportingformate entwickelt sowie die erste Promovierendenbefragung durchgeführt. Eine Verstetigung ist geplant.

Wer führt die Studie durch?

Nacaps wird vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) durchgeführt. Das DZHW betreibt anwendungsorientierte empirische Forschung. Die Arbeitsschwerpunkte liegen einerseits in der Hochschulforschung mit Analysen zu Studierenden und Absolvent(inn)en, Fragen des lebenslangen Lernens, der Steuerung und Finanzierung sowie andererseits in der Wissenschafts- und Organisationsforschung. Durch Beteiligungen am Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN), am Bildungspanel (NEPS) oder der „Sozialerhebung“ und eigenen einschlägigen Panelstudien wie ProFile, WiNbus oder „Karrieren Promovierter“ steht das DZHW für Kompetenz und Erfahrung im Bereich Online-Befragungen für den Hochschul- und Wissenschaftsbereich.

Das Projektteam vereint Expertise aus der empirischen Sozialforschung, technische Kompetenz im Datenmanagement und langjährige Erfahrung in der Durchführung und Auswertung von Längsschnittstudien.

Übersicht aller FAQ

Themen

Die Themen und Forschungsfragen von Nacaps werden auf der Grundlage eines breiten Sets von theoretischen Ansätzen entwickelt. Gleichzeitig werden die Informationen erfasst, die die Hochschulen für ihre Qualitätssicherung benötigen. Die Grafik zeigt einen Überblick von Themen, die Nacaps abdecken wird:

Motive und Einstellungen
  • Promotionsmotive
  • Karriereziele
  • Motive für die Wahl der Hochschule
  • Einstellungen zur Wissenschaft
Persönlicher Hintergrund
  • Lebensziele
  • Familie, Partnerschaft
  • Soziale Herkunft
  • Bildungsverläufe
  • Persönlichkeitsmerkmale
Qualifizierungsbedingungen
  • Mentor-Mentee Beziehung
  • Betreuungsstil und Unterstützung
  • Betreuungszufriedenheit
  • Förderung und Finanzierung
  • Mitgliedschaft in Promotionsprogrammen und Bewertung
  • Wissenstransfer und Industriepromotionen
Wissenschaftliches Arbeiten
  • Kompetenzentwicklung
  • Kognitive Karriere
  • Forschungsbedingungen
  • Beschäftigungsbedingungen
  • Netzwerke und kollaboratives Forschen
Outcomes
  • Individuelle und gesellschaftliche Renditen
  • Forschungsleistung
  • Beteiligung in der Lehre
  • Publikationen
  • Promotionserfolg und Abbruch
Karrierewege
  • Karrierestrategien und Entscheidungen
  • Karrieren in der Wissenschaft und außerhalb
  • Tenure Track
  • Wege zur (FH-)Professur
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Räumliche, internationale und sektorale Mobilität

Mentor-Mentee Beziehung

Im organisationspsychologischen Kontext wird Mentoring sowohl eine Karrierefunktion als auch eine psychosoziale Funktion zugeschrieben [1]. Auch innerhalb einer wissenschaftlichen Karriere kommt dem/der Mentor(in) eine entscheidende Rolle zu. Ein(e) renommierte(r) Mentor(in) wirkt sich positiv auf die Produktivität Promovierender [2], die Karrierezufriedenheit Promovierter [3], das Erreichen einer Führungsposition [4] oder einer Professur [5] sowie das Erhalten eines Nobelpreises aus.


[1] Ragins, B. R.; Cotton, J. L. (1999). Mentor Functions and Outcomes: A Comparison of Men and Women in Formal and Informal Mentoring Relationships. Journal of Applied Psychology, Vol. 84, No. 4, 529-550.
[2] Long, J. S. (1990). The Origins of Sex Differences in Science. Social Forces 68: 1297-1316.
[3] Melicher, R. W. (2000). The Perceived Value of Research and Teaching Mentoring by Finance Academicians. Financial Practice & Education 10: 166-174.
[4] Sabatier, M.; Carrere, M.; Mangematin, V. (2006). Profiles of Academic Activities and Careers: Does Gender Matter? An Analysis Based on French Life Scientist CVs. Journal of Technology Transfer 31: 311-324.
[5] Jungbauer-Gans, M.; Gross, C. (2013). Determinants of Success in University Careers: Findings from the German Academic Labor Market – Erfolgsfaktoren in der Wissenschaft – Ergebnisse aus einer Habilitiertenbefragung an deutschen Universitäten. Zeitschrift für Soziologie, Jg. 42, Heft 1, S. 74-92.

Forschungsbedingungen

Text

Publikationen

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Forschungsfragen

Nacaps knüpft an aktuelle und langfristig relevante Forschungsfragen an, wie z.B.

Institutionelle Rahmenbedingungen zur Qualifizierung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

  • Wie verbreitet sind verschiedene Promotionsformen in Deutschland und welche Promotionsbedingungen und Förderstrukturen stellen sie den Promovierenden bereit?
  • Wie wirken sich unterschiedliche formelle und informelle Promotionskontexte und Förderbedingungen auf den Kompetenzerwerb und die Sozialisation des wissenschaftlichen Nachwuchses aus?

Motive, Determinanten, Selektions- und Selbstselektionsprozesse

  • Welche Determinanten beeinflussen den Promotionserfolg, Selektionsprozesse, Karriereverlauf und in welchem Verhältnis stehen hierbei strukturelle, meritokratische und askriptive Merkmale?
  • In welchem Verhältnis stehen individuelle Entscheidungsprozesse und institutionelle und systemische Selektions- und Auswahlprozesse?
  • Inwiefern erweisen sich Rekrutierungs- und Selektionsprozesse als funktional für das Wissenschaftssystem?

Karrierewege und berufliche Perspektiven in- und außerhalb der Wissenschaft

  • Inwiefern beeinflussen lebensweltliche Faktoren oder Rahmenbedingungen und Opportunitätsstrukturen auf dem (außerakademischen) Arbeitsmarkt Entscheidungen für oder gegen Karrierewege?
  • Wie stellt sich die berufliche Situation der Promovierten im Wissenschaftssystem im Vergleich zu den Promovierten außerhalb dar?

Individuelle und gesellschaftliche Outcomes und Renditen

  • Welchen Beitrag leistet die Promotion bzw. der wissenschaftliche Nachwuchs zu Forschung, Lehre, Innovation und zum Wissenstransfer?
  • Welche individuellen und gesellschaftlichen Renditen erbringen Promotionen innerhalb und außerhalb der Wissenschaft?

Studiendesign

Zielgruppe und Grundgesamtheit

Nacaps Zielgruppe

Die Zielgruppe der Studie ist der wissenschaftliche Nachwuchs in Deutschland. Als „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ wird dabei eine Personengruppe mit einem Hochschulabschluss verstanden, die sich für eine wissenschaftliche Karriere weiterqualifiziert. In Anlehnung an einschlägige Modelle werden die Karrieren von Nachwuchswissenschaftler(inne)n in eine Phase vor der Promotion (promovierend), in eine frühe und in eine späte Postdocphase (promoviert) unterteilt. Um dieser Einteilung entsprechend einen repräsentativen Querschnitt des wissenschaftlichen Nachwuchses abzubilden, richtet sich die Studie sowohl an Promovierende als auch an Promovierte.

Die Grundgesamtheit der Promovierenden wird in Anlehnung an das Hochschulstatistikgesetz (HStatG § 5) als alle an deutschen Hochschulen zugelassenen (registrierten) Promovierenden definiert. Die Gruppe umfasst auch extern Promovierende, Promovierende an außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Promovierende in Kooperation mit Fachhochschulen, da auch diese sich an einer Hochschule mit Promotionsrecht registrieren müssen.

Paneldesign und Erhebungszeitraum

Nacaps ist eine Multi-Kohorten-Panelstudie. Dies bedeutet zum einen, dass im Verlauf der Studie sukzessive mehrere Jahrgänge von Promovierenden und Promotionsabsolvent(inn)en in einen Pool von Befragungsteilnehmer(inne)n integriert werden. Im Abstand von zwei Jahren werden fortlaufend neue Jahrgänge von Promovierenden in das Panel aufgenommen. Zum anderen werden diese Befragungsteilnehmer(inne)n zunächst jährlich, später zweijährlich weiterbefragt und ihre Karrierewege bis zu 15 Jahre nach der Promotion weiterverfolgt. So wird der individuelle Datensatz einer und eines jeden Befragten sukzessive ergänzt und erhält eine zeitliche, längsschnittliche Dimension.

Um zeitnah Aussagen über die weiteren Karrierewege Promovierter treffen zu können, werden 2021 zusätzlich Promotionsabsolvent(inn)en des Jahrgangs 2020 in das Panel integriert.

Infografik Studiendesign
Nacaps Brand

Das Design ist darauf ausgerichtet, Daten für verschiedene Analysezwecke bereitzustellen:

  • Sowohl für Promovierende als auch für Promovierte werden jeweils repräsentative Querschnitte zu bestimmten Zeitpunkten erhoben, um verallgemeinerbare Aussagen über deren Qualifizierungsbedingungen zu diesem Zeitpunkt treffen zu können.
  • Im zweijährlichen Rhythmus wiederholte Querschnittserhebungen mit neuen Promovierenden und Promovierten ermöglichen Trendanalysen, um die Dynamiken und Entwicklungen im Wissenschaftssystem zu erfassen.
  • Durch Wiederholungsbefragungen bei den gleichen Personen (Paneldesign) werden auch Längsschnittdaten erhoben, mit denen individuelle Veränderungen sichtbar werden und Ursachen dafür analysiert werden können. Der geplante Beobachtungszeitraum im Rahmen des Panels liegt bei 15 Jahren nach der Promotion. Damit können dann auch der langfristige Verbleib in der Wissenschaft und das Erreichen einer Professur mit in den Blick genommen werden.

Fragebogen und Instrumente

Um vielseitig anschlussfähige Forschungsdaten zu generieren, wird bei der Instrumentenauswahl und -entwicklung von Nacaps auf ein breites Set von theoretischen Ansätzen rekurriert - dazu gehören u.a. allgemeinere soziologische Handlungstheorien, sozial-kognitive Modelle zur Berufslaufbahnwahl, arbeitsmarkttheoretische Ansätze, Identitäts- und sozialisationstheoretische Ansätze und Netzwerktheorien.

Die Fragebögen sind modular aufgebaut, d.h. die Befragungsinhalte variieren u.a. in Abhängigkeit vom Promotions- bzw. Karrierestatus zum jeweiligen Befragungszeitpunkt oder der Teilnahme an bestimmten Programmen. Zusätzlich werden in einzelnen Befragungswellen aktuelle Schwerpunktthemen aufgegriffen und externen Forschern die Möglichkeit geboten, in einem qualitätsgesicherten Prozess eigene Fragen oder Fragemodule einzubringen.

Die Fragen und Befragungsitems orientieren sich zum einen an etablierten Instrumenten, deren Aussagekraft in anderen Studien nachgewiesen wurde. Darüber hinaus können die Daten so auch zu Referenzdaten anderer Studien in Bezug gesetzt werden, um beispielsweise zu beantworten, inwiefern sich die Beschäftigungsbedingungen und -perspektiven Promovierter und von denen Nicht-Promovierter unterscheiden. Das Nacaps-Team entwickelt und testet jedoch auch eigene Skalen und Items.

Der Austausch mit der nationalen und internationalen Fach-Community in Workshops und bilateralen Gesprächen – sowie kognitive und quantitative Pretests der Instrumente begleiten die Entwicklung der Fragebögen.

Die Befragung wird als Onlinebefragung mit dem DZHW-eigenen Befragungssystems ZOFAR durchgeführt und die Befragungsdaten werden auf DZHW-eigenen Servern gespeichert.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Welche Funktion übernimmt die Vollerhebung der Promovierten?

Die Vollerhebung dient dazu, zeitnah Aussagen über die weiteren Karrierewege Promovierter treffen zu können und repräsentative Daten für eine Promotionsabsolvent(inn)enkohorte zu gewinnen. Diese Daten liefern uns einen mit der amtlichen Statistik vergleichbaren Referenzpunkt für das Monitoring zum wissenschaftlichen Nachwuchs. Mit dieser Befragung werden zudem auch Personen in das Panel übernommen, die zuvor in der Promovierendenbefragung noch nicht enthalten waren, wie zum Beispiel bei unterjährigen Promotionen.

Wie ist der Promovierendenstatus definiert? Wer zählt als "promovierend" bzw. "Promovierende(r)" ?

Bei der Erfassung der Promovierenden lehnen wir uns an die Definition des Hochschulstatistikgesetzes (HStatG) an, wonach Promovierende Personen sind, die von einer zur Promotion berechtigten Hochschule eine Bestätigung über die Annahme als Doktorandin oder Doktorand erhalten haben (§5 HStatG).

Wie werden extern Promovierende und Promovierende an Fachhochschulen in der Studie berücksichtigt?

Die Studie erhebt Daten von allen Promovierendengruppen unabhängig davon, ob sie zugleich als wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) an der Hochschule angestellt, ob sie Mitglied von Promotionsprogrammen oder extern Promovierende sind. Auch Promovierende in kooperativen Promotionen mit Fachhochschulen werden mit einbezogen, da die Registrierung grundsätzlich über eine promotionsberechtigte Hochschule erfolgen muss.

Wie werden Promovierende an außeruniversitären Forschungseinrichtungen berücksichtigt?

Auch Promovierende an außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden mit einbezogen, da die Registrierung in jedem Fall über eine promotionsberechtigte Hochschule erfolgen muss.

Wie werden Promovierende erfasst, die sich erst zu einem späten Zeitpunkt im Promotionsprozess registrieren?

Aufgrund des Erhebungsdesigns und der Rekrutierung der Promovierenden über die Hochschulen können alle Promovierenden erst ab dem Zeitpunkt einer Zulassung zur Promotion durch uns befragt werden. Dennoch werden dadurch keine Promovierenden ausgeschlossen. Personen, die sich erst spät nach dem Beginn der Arbeit an ihrer Promotion registrieren, gelangen später in das Panel. Um solche Verzögerungen für Auswertungen berücksichtigen zu können, wird in der Befragung zusätzlich zum Zulassungszeitpunkt auch nach dem Beginn der Arbeit an der Promotion gefragt, wie es unter anderem vom Universitätsverband UniWiND empfohlen wird.

Werden in der Studie auch Promotionsabbrecher(innen) weiterverfolgt?

Ja, Promotionsabbrecher(innen) werden ebenfalls weiterverfolgt. Zunächst werden sie insofern berücksichtigt, dass in jeder Befragung der Stand der Promotion erfasst wird. Personen, die hier angeben, ihre Promotion abgebrochen zu haben, werden nach ihren Gründen gefragt.

Können externe Wissenschaftler(innen) in der Nacaps-Studie Daten zu eigenen Forschungsfragen erheben lassen?

In Anlehnung an andere etablierte Instrumente wie das SOEP-Innovationssample (SOEP-IS), das GESIS-Panel oder die Themenschwerpunkte des ALLBUS wird es auch in Nacaps ein Beteiligungsinstrument für externe Forscher(innen) geben. Externe Wissenschaftler(innen) haben so die Möglichkeit, eigene Instrumente zu platzieren, um ihre Forschungsfragen zu adressieren, die durch die Kerninstrumente nicht hinreichend abgedeckt sind. Eingereichte Vorschläge werden geprüft und von einer Expert(inn)enkommission ausgewählt. Eine erste Ausschreibungsrunde dafür ist für 2019 geplant.

Übersicht aller FAQ

Datennutzung

Nacaps ist eine Studie von der Wissenschaft, über die Wissenschaft für die Wissenschaft, denn die erhobenen Daten werden:

  • den Nacaps-Partnerhochschulen für Monitoring-, Steuerungs- und Qualitätssicherungszwecke u. a. über ein Datenportal zugänglich gemacht,
  • für die Fachöffentlichkeit und Entscheidungsträger(innen) in Hochschul- und Wissenschaftspolitik in Form von Berichten als Grundlage für ein evidenzbasiertes Monitoring des wissenschaftlichen Nachwuchses aufbereitet,
  • der Scientific Community für Forschungszwecke über das DZHW-Forschungsdatenzentrum als anonymisierte Datensätze (Scientific Use Files) zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse werden für diese verschiedenen Nutzer(innen) bedarfsgerecht über verschiedene Wege bereitgestellt:

Infografik Datennutzung

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Wie können externe Forscher(innen) die Daten der Nacaps-Studie nutzen?

Nacaps stellt die erhobenen Daten für wissenschaftliche Untersuchungen als anonymisierte Scientific Use Files im Forschungsdatenzentrum des DZHW kostenlos zur Verfügung. Die Zugangsbedingungen finden Sie auf den Seiten des FDZ.

Übersicht aller FAQ

Datenschutz

Nacaps Datenschutz

Die Sicherheit aller Daten zu gewährleisten und die Reidentifikation von Einzelpersonen und einzelnen Hochschulen entsprechend den Standards sozialwissenschaftlicher Forschung auszuschließen hat für Nacaps oberste Priorität. Aus diesem Grund wurden im Vorfeld der Studie Fragestellungen zum Datenschutz klar geregelt.

Neben dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) berücksichtigt Nacaps bereits die Mitte 2018 in Kraft tretende Europäische Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) und orientiert sich an den Empfehlungen des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD).

Die Handreichung zum Datenschutz fasst zentrale Informationen zu folgenden Themenbereichen zusammen:

  • Datenerhebung, -verarbeitung und –nutzung
  • Technische Maßnahmen zum Datenschutz in der Onlineerhebung
  • Nutzung, Weitergabe und Zweckbindung der Daten
  • Generierung der Kontaktdaten
  • Auskunftsrecht und Widerruf für Befragungsteilnehmer(innen)
  • Ansprechpartner(innen) für Fragen zum Datenschutz

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit den Befragungsdaten und wie wird der Datenschutz sichergestellt?

Sobald die Online-Befragung abgeschlossen ist, werden die Angaben der Befragungen, getrennt von dem Namen und den Adressdaten der Teilnehmer(innen) auf speziell dafür gesicherten Servern am DZHW gespeichert. Zu diesen geschützten Bereichen auf den Servern haben ausschließlich Projektmitarbeiter(innen) nach ausdrücklicher Genehmigung der Nacaps-Projektleitung Zugriff. Die Befragungsdaten werden anschließend für die Nachnutzung aufbereitet. Vor der Weitergabe der Nacaps -Daten an Dritte, beispielsweise auf Antrag an Sekundärforscher, wird sichergestellt, dass diese faktisch anonymisiert sind, d.h. die Identifikation einzelner Personen ist nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich.

Die Daten werden in Abhängigkeit des jeweiligen Nutzungszweckes unterschiedlich stark aggregiert. Dabei sind die verfügbaren Informationen im Datenportal auf höchster Aggregationsebene angesiedelt, d.h. ein Rückschluss auf einzelne Personen ist nicht möglich. Dafür werden auch technische Maßnahmen ergriffen, z.B. die Festlegung einer Mindestgröße pro Vergleichsgruppe. Das Projektteam selbst als auch weitere Forscher(innen) dürfen die Daten nur für statistische Auswertungen, d.h. für anonymisierte Datenverarbeitung, verwenden.

Wie ist das Verfahren der Adressmittlung datenschutzrechtlich zu bewerten?

Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist das Verfahren der Adressmittlung/Datenmittlung bei der Erstbefragung als sehr sicher und vertrauenswürdig einzustufen, da die Adressdaten und Befragungsdaten an zwei unterschiedlichen Orten, nämlich zwei unterschiedlichen Organisationen liegen. D.h., die Nacaps-Mitarbeiter(innen) haben zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Adressdaten, die Hochschulmitarbeiter(innen) zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Befragungsdaten während der Datenerhebungsphase. Um diese strikte Trennung zu gewährleisten, sind sowohl die Hochschulen als auch das DZHW in die Organisation und Koordination der Feldphase involviert. Dazu bedarf es enger Abstimmungsprozesse und Feedbackschleifen.

Übersicht aller FAQ